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Es gibt zwei Werkstätten auf unserem Grundstück.Eine kleine Modellierwerkstatt befindet sich im Haus und seit 1995 gibt es ein kleines Werkhaus,was allerdings mangels Heizung nur im Sommer benutzt wird. Zur Zeit mache ich nur noch ab und zu Babyunikate aus Super-Sculpey. Dazu benötige ich nicht viel Platz.Im Laufe der Jahre hat leider Arthrose meine Finger unbeweglicher gemacht,und so sind die Möglichkeiten zum Modellieren ziemlich begrenzt.
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Vor 10 Jahren habe ich noch viele Puppen mit Hilfe von fertigen Formen hergestellt.Später habe ich die Puppen aus Plastilin modelliert und die Form selbst gebaut .Das Ganze ist allerdings sehr aufwändig .Heute arbeite ich gar nicht mehr mit Puppen-Formen.
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Jasmin
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Am 29.10.2006 fing ich mit der Fertigung von Baby Jasmin an.Ich hatte noch keine Vorstellung,wie das Baby aussehen sollte.Ich überlasse es meist meinen Händen,was daraus wird.Der Grundkopf mit den blauen Hohlglasaugen wartete schon längere Zeit auf seine Weiterbearbeitung.
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Das sind all die Dinge ,die ich zum Modellieren benötige : Nudelmaschine zur Herstellung von Sculpeyplatten ,Modelliermasse(Super-Sculpey),Öl , Ständer , Papprolle Alufolie,Frapan ,Modellierstäbe ,Scalpelle ,Nadeln ,Stricknadeln zum Glätten ,Mohairhaar Rouge, Wimpern ,Klarlack.
Der Sculpeyblock wird zuerst in ca 1,5 cm breite Streifen geschnitten . Diese werden in der Nudelmaschine zu gleich dicken Platten ausgewalzt und in Schichten um den Styroporkopf gelegt . Als erstes müssen die Augen die richtige Position bekommen und mit Modelliermasse befestigt werden .Ein Stück Papprolle wird als Hals in den Kopf gesteckt.Er muss aber mit Klebeband abgeklebt werden,sonst bekommt man ihn nach dem Brennen des Kopfes nicht mehr heraus.
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Jetzt müssen Arme und Beine geformt werden.Als Unterschicht benutze ich Alufolie.Nach dem Brennen werden die Nägel behandelt .Ich bemale die Nagelspitzen mit weisser Acrylfarbe und fixiere das Ganze mit rosafarbenen Lack.Es folgen dann die Schattierungen mit Camouflage Make up aus der Apotheke.Es zieht gut in die Modelliermasse ein und haftet,ohne das ich die Oberfläche mit Lack fixieren muss.
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Dann fogt die Herstellung der Körperhülle.Ich habe verschiedene Schnittmuster zur Auswahl.Ich verwende ungebleichten Nesselstoff,den ich doppelt nähe und innen versäubere,so dass selbst wenn die Hülle einmal gewaschen werden muss,nicht alles auseinanderfällt,wie das meist bei den industriell gefertigten Puppenkörpern der Fall ist.Mit dem Stickprogramm meiner Nähmaschine wird der Name der Puppe,das Herstellungsdatum und mein Logo eingestickt .Jetzt können alle Teile zusammengefügt werden.Zuerst werden Arme und Beine befestigt, Die Körperhülle fülle ich mit Polyesterwatte und beschwere das Ganze mit sauberen Quarzsand,so dass das Puppenkind ein realistisches Gewicht bekommt .Jetzt fehlt nur noch ein passendes Outfit und das Puppenkind ist fertig für den Fotografen.Mein Mann ist immer der Erste,der jedes neue Puppenkind begutachten muss.
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Copyright©Sylvia Untermann- 2006-2010
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